Mein Sommer mit Mario

Ort und Zeit
  • Mi, 3. Mai 2017, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

In Zusammenarbeit mit Go West - Verein für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter*

Die Queer-Filmreihe widmet sich in diesem Jahr dem Thema Intersex. Entgegen unserer rational denkenden Welt, in der Phänomene wissenschaftlich, in diesem Fall medizinisch, erklärt werden müssen, geht es in den gezeigten Filmen nicht um eine Definition, sondern um das Leben von intersex Personen. In verschiedenen filmischen Genres wird vom Anderssein, von Zuneigung und von Ungewissheiten erzählt. Queeres Kino zeigt einmal mehr, wie vielfältig Identitäten sein können.

La Boyita, ein kleiner Wohnwagen, war für die beiden Schwestern Luciana und Jorgelina schon immer ein Rückzugsort, ein magisches Versteck zum Spielen und Beichten von Geheimnissen. Als Luciana in die Pubertät kommt, entzieht sie sich ihrer jüngeren Schwester Jorgelina allerdings immer mehr. So kommt es auch, dass sie das erste Mal in den Ferien getrennte Wege gehen. Während die Ältere mit ihrer Mutter an den Strand fährt, verbringt Jorgelina mit ihrem Vater den Sommer auf einer Ranch auf dem Lande. Dort entwickelt sich zwischen ihr und Mario, einem einheimischen Bauernjungen, eine enge Freundschaft, die von einem wichtigen Geheimnis überschattet wird: eines Tages entdeckt Jorgelina einen Blutfleck auf Marios Sattel und einen anderen an seiner Hose. Jorgelina versucht zu verstehen: warum ist Mario nicht so wie anderen Jungen sind? Ein stimmungsvoller Film über das Erwachsenwerden und über sexuelle Identität. Die Natürlichkeit seiner jungen Laiendarsteller verleiht den wechselnden Gemütslagen von Unsicherheit, Heimlichkeiten und Entdeckungen eine große Glaubwürdigkeit.

Argentinien/Spanien/Frankreich 20094, 88 min, span. O.m.U. | Julia Solomonoff | Mit Guadalupe Alonso, Nicolás Treise, Mirella Pascual, Gabo Correa, Guillermo Pfenning, Maria Clara Merendino, Arnoldo Triese.

„‘Mein Sommer mit Mario‘ dokumentiert das, was oft in der heutigen Gesellschaft vermisst wird: die Abkehr von jeglichen Werten und das bloße Handeln nach der eigenen Überzeugung und Gefühlswelt. Ein Film, der durch Sensibilität und Ausdrucksstärke der jungen Darsteller glänzt, die genau das umsetzen, was das Drehbuch erfordert. So ist es beeindruckend zu sehen, wie es einem kleinen Mädchen gelingt seine persönliche Idylle aufrecht zu erhalten und es die Fundamente dessen durch nichts ins Wanken bringen lässt, zumindest für diesen einen Sommer.“ (negativ-film.de)

weiterlesen ... weniger Text

Video-Playlist: Mein Sommer mit Mario

Kommentare und Rants

Kommentare unterstützt durch Disqus