The Other Side of Hope

Ort und Zeit
  • Sa, 8. Apr 2017, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

Die Helden von Kultregisseur Aki Kaurismäki waren immer die „kleinen Leute“: Außenseiter, Arbeiter und Arbeitslose – die Verlierer der Gesellschaft. Auf der Berlinale 2017 hat er den Silbernen Bär für die Beste Regie erhalten.

Fünf Jahre nach seiner bejubelten Tragikomödie Le Havre steuert der finnische Regisseur Aki Kaurismäki erneut einen Hafen für gestrandete Wohlstandsverlierer an: Unter dem vieldeutigen Titel The Other Side of Hope“ kreuzen sich in bewährt lakonischer Weise die Pfade eines syrischen Flüchtlings (Sherwan Haji) und eines finnischen Geschäftsmanns (Sakari Kuosmanen). Die Folgen: Blutige Nasen, die verwegenste Pokerpartie, die im Kino seit langem zu sehen war, sowie eine „japanische“ Restaurantgründung mit beträchtlichem   Wasabi-Aufwand. Kurz: Tränentreibende Verzweiflungstaten, dargeboten mit stoischem Mut zur Absurdität, nein, richtiger: Menschlichkeit.

The Other Side of Hope erzählt davon, dass jeder Melancholie ein fast rebellischer Zug der Hoffnung innewohnt. Und zeigt das Leben als Wechselspiel von ständiger Sehnsucht und  schwankender Hoffnung, von fast märchenhafter Menschlichkeit und kaltem Realismus. Aki Kaurismäkis Filme sind bekannt für ihren lakonischen, skurrilen und minimalistischen Stil. Seine Helden waren immer die „kleinen Leute“: Außenseiter, Arbeiter und Arbeitslose – die Verlierer der Gesellschaft. Seit Le Havre hat Kaurismäki den Kosmos seiner filmischen „Underdogs“ um eine globale Komponente erweitert. Um diejenigen, die auf der Flucht sind und jetzt in der sozialen Hierarchie ganz unten stehen.

Regie und Buch: Aki Kaurismäki | Finnland 2017, 98 min., OF mit dt. UT, | Mit: Sherwan Haji, Sakari Kuosmanen, Tommi Korpela, Janne Hyytiäinen, Nuppu Koivu , Simon Al-Bazoon, Kati Outinen, Puntti Valtonen, u.a.

weiterlesen ... weniger Text

Video-Playlist: The Other Side of Hope

Kommentare und Rants

Kommentare unterstützt durch Disqus