Hermes & Aphrodite / Die Katze wäre eher ein Vogel…

Ort und Zeit
  • Mi, 26. Apr 2017, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film
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In Zusammenarbeit mit Go West - Verein für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter*

Die Queer-Filmreihe widmet sich in diesem Jahr dem Thema Intersex. Entgegen unserer rational denkenden Welt, in der Phänomene wissenschaftlich, in diesem Fall medizinisch, erklärt werden müssen, geht es in den gezeigten Filmen nicht um eine Definition, sondern um das Leben von intersex Personen. In verschiedenen filmischen Genres wird vom Anderssein, von Zuneigung und von Ungewissheiten erzählt. Queeres Kino zeigt einmal mehr, wie vielfältig Identitäten sein können

Hermes&Aphrodite | Deutschland 2013, 10 min | Gregor Zootsky - Animationsfilm

Bis zu ihrer Pubertät, dachten alle sie ist ein Mädchen. In der Pubertät entdeckt Sascha, dass sich ihr Körper anders entwickelt als bei den anderen Mädchen. Ein Arzt diagnostiziert ihr ein „Zwischengeschlecht“. Im Zuge der anschließenden Diskussionen läuft Sascha weg und stößt in einem Wald auf einen Schamanen, die Sage des Hermaphroditos aus der griechischen Mythologie erzählt. Der Film zeigt, dass geschlechtliche Vielfalt nichts Ungewöhnliches ist und sowohl bei den Menschen, als auch bei den Tieren und den Pflanzen vorkommt. - Wir müssen nur die Türen im eigenen Kopf öffnen.

Die Katze wäre eher ein Vogel… | Deutschland 2007, 55 min., Deutsche Originalfassung | Melanie Jilg

Vier intersexuelle Menschen erzählen von ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen. Was bedeutet die Infragestellung des Geschlechts, einer der wichtigsten Identitätsgrundlagen in unserer Kultur. Sie erzählen von Fremdheit im eigenen Körper und Fremdheit in der Gesellschaft, die damit einhergehende Tabuisierung und zwanghafte Anpassung an die heterosexuelle Norm durch schwerwiegende Eingriffe in die (körperliche) Integrität eines Menschen; keine Möglichkeit sich auszudrücken, weil man schnell an Sprach- und Wissensbarrieren stößt und gleichzeitig die Sehnsucht nach Wahrnehmung und Anerkennung. Doch wo liegt das eigentliche Problem?

Dieses dokumentarische Experiment will keinen Versuch machen, das medizinisch-biologische „Phänomen“ Intersex zu erklären. Mediziner/Innen werden in diesem Film nicht zu Wort kommen; ebenso wenig werden Bilder von "uneindeutigen" Genitalien zu sehen sein.

Es geht darum, das Thema Intersex von einer anderen Seite zu betrachten, nicht von der Seite der Medizin, die noch immer die Macht der Kategorisierung innehat, von der alle Begrifflichkeiten pathologisierend geprägt sind und die die intersexuellen Geschlechtsvariationen zum Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen macht . Ein schlichter Versuch zuzuhören da wo lange geschwiegen wurde und wo es sich zu lernen lohnt.

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