proFILE Jazz Festival - Georg Breinschmid

Ort und Zeit
  • Fr, 25. Sep 2009, ab 20.00 Uhr
  • Eintritt: 23,-/18,- Festivalpass: 40,-/30,-

Der 1973 in Wien geborene Georg Breinschmid hängte Ende der 90er Jahre seinen Orchesterjob bei den Wiener Philharmonikern an den Nagel und widmete sich fortan seiner großen Leidenschaft, dem Jazz. Sieben Jahre lang war er ständiger Kontrabassist des Vienna Art Orchestra, bewies seine unglaubliche Virtuosität und Vielseitigkeit aber auch in Projekten mit Archie Shepp, Charlie Mariano, Biréli Lagrène, Wolfgang und Christian Muthspiel, Alegre Corrêa, Arkady Shilkloper, Thomas Gansch, Pago Libre und vielen anderen renommierten Musikern.
Seit einigen Jahren beschäftigt sich Georg Breinschmid vermehrt mit der Wiener Musik und dem Wienerlied und macht dank seiner unerschöpflichen Kreativität, gepaart mit einer ordentlichen Portion Humor,  zunehmend auch als Komponist von sich reden. Aber egal in welcher Formation – die virtuosen Feuerwerke, die der zweimalige Hans Koller-Preisträger auf seinem Kontrabass entfacht, sind einzigartig.
 

classXXX
Daniel Schnyder - sax, flute
Thomas Dobler - vibraphone
Susanne Paul - cello
Georg Breinschmid - bass
Im schweizerisch-österreichischen Quartett classXXX haben sich vier musikalische Grenzgänger getroffen, die alle in der Klassik sozialisiert wurden, längst aber das enge Korsett abgestreift und ihr Schaffen in Richtung Jazz, neue Musik und Ethno erweitert haben. Elegant und robust, klug und verspielt, kompliziert und leichtfüßig zugleich klingt der Chamber Jazz dieser genialen Individualisten. Ob Vivaldi-Thema oder Abdullah Ibrahim-Komposition, Valse de Musette, orientalische Vierteltöne, ungerade Balkan-Rhythmen oder Modi der Alten Musik – bei classXXX klingt auch Komplexes völlig unbemüht und grooved unverschämt.


Hommage to Charles Mingus
Clemens Salesny - Altsaxophon, Bassklarinette, Flöte
Horst-Michael Schaffer - Trompete
Robert Bachner - Posaune
Clemens Wenger - Klavier
Christian Salfellner - Schlagzeug
Georg Breinschmid - Doppelbass + Solo-Conference

"Charles Mingus war eine Naturgewalt, ein Gigant, der nicht leicht einzuordnen ist“, schwärmt Georg Breinschmid über den bassspielenden Jazztitanen, der als vielseitiger Komponist, kraftvoll-virtuoser Instrumentalist, charismatischer Bandleader und politisch und sozialkritisch agierende Persönlichkeit Jazzgeschichte geschrieben hat. Wer Georg Breinschmid in einem seiner unzähligen Projekte schon einmal auf der Bühne erlebt hat, wird in seiner Einschätzung des Wiener Kontrabassisten möglicherweise zu ähnlichen Superlativen greifen. Dieses aus Spitzenmusikern der Wiener und Grazer Szene bestehende Sextett präsentiert nicht nur einen brillanten Abend mit Mingus-Kompositionen, sondern eine Hommage, die den vielen Aspekten dieser schillernden Persönlichkeit wirklich gerecht zu werden versucht.

Wer ist Ivica Strauß?
Sebastian Gürtler - Violine, Stimme
Tommaso Huber - Akkordeon, Stimme
Georg Breinschmid - Kontrabass, Stimme

Musikalisch hochvirtuos und historisch schwachsinnig wandeln Breinschmid, Gürtler und Huber auf den Spuren des einzigartigen Komponisten und Durchschnittsmusikers Ivica Strauß, den die Musikgeschichte nicht ganz zu unrecht vergessen hat. Durch korrupte Machenschaften seiner berühmten Brüder Johann, Josef und Eduard wurde Ivica in der Blüte seines Schaffens nach Montenegro verbannt, wo er ein tristes Dasein zwischen Wienerlied und Cevapcici fristete. Das einzigartige Trio lädt zu einer skurril-abenteuerlichen Reise durch das Leben des Ivica Strauß ein, um das leicht ramponierte Ansehen dieses Seitensprosses der berühmten Walzer-Dynastie endgültig zu rehabilitieren.

 

 

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