Tanz Vorarlberg

Der Spielboden ermöglicht den vorarlberger Tanzschaffenden fallweise Auftritte und Produktionen im Haus.

2008
blindlinks

cie. bewegungsmelder featuring Markim Pause

Lomographie ist eine Stilrichtung innerhalb der Fotografie. Die Idee dahinter: sei schnell, don't think, sei offen gegenüber deiner Umgebung, nimm alles auf, sammle und habe Spaß an der Kommunikation – hat sich seit den 1990er-Jahren zu einer eigenen Wahrnehmungs- und Kommunikationskultur entwickelt. Sogenannte „Hüftschüsse“ und ungeplante, experimentelle Schnappschüsse ermöglichen einen neuen Blick auf die Welt.

Lomographien aus dem öffentlichen Raum sind Ausgangspunkt für ein abendfüllendes Tanzstück. Das Ergebnis eines Lomobildes rückt „Ungesehenes“ in den Mittelpunkt – Fokus bekommt das, was aus dem Zufall entsteht. Ungeplante Schnappschüsse sind Grundmaterial von Bewegungsstudien verschiedenster Art.

Bereits in vergangenen Projekten befasste sich die companie bewegungsmelder mit Situationen im öffentlichen Raum und dem experimentellen Umgang mit Zufälligkeiten. Auch im neuen Projekt soll Ungesehenes ins Blickfeld gerückt werden – ungeplante Fotos werden zu Ideengebern für die Arbeit an Choreographien, die in ihrer Weiterentwicklung nicht mehr dem Zufall überlassen werden.

Künstlerische Leitung:    Aleksandra Vohl
Produktionsleitung & Dramaturgie: Natalie Begle
Tanz: Claudia Grava-Birnbaumer, Wolfgang Meier, Andrea Seewald, Aleksandra Vohl
Musik: Lucas Dietrich
Text & Performer: Markim Pause
Bühnengestaltung & Lomographie: Renate Djukic
Kostüm: Simone Huchler
Lichtgestaltung: Arndt Rössler

www.bewegungsmelder.in

 

2010/2011

Die Kompanie Bewegungsmelder erarbeitet in den Jahren 2010 und 2011 am Spielboden eine neue Produktion mit dem Arbeitstitel „Getanzte Tanzgeschichte“ und bringt sie Anfang 2011 zur Uraufführung.

Mitwirkende:
Aleksandra Vohl, Natalie Begle, Claudia Grava, Gunther Henne, Markim Pause

Seit einiger Zeit beschäftigt uns die Frage, warum Menschen den Tanz im Allgemeinen schlecht definieren können und Tanz offenbar kaum als Kunstform anerkannt ist. Wir betrieben eine partiell durchgeführte Feldforschung im Alltag, um dieser Annahme genau auf den Zahn zu fühlen. Auf unsere spontan gestellte Frage „Welche Tanzstile kennen Sie?“ erhielten wir vorwiegend die Antwort: „Walzer, Ballett und Schwanensee“.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass viele Menschen sich scheinbar zurückziehen, wenn es um zeitgenössischen Tanz geht. Dies nicht nur in der direkten Vermittlung von Tanz sondern auch im Bereich Bühnentanz. Eine Kunstform, die sehr schwer zu begreifen ist, stößt auf breites Desinteresse Wie also Interesse an etwas wecken, das zunächst nur schwer verständlich ist? (...)

Unser Stück „Getanzte Tanzgeschichte“ soll es dem Publikum erleichtern, Tanz in seinem historischen Kontext zu sehen und Kriterien für Stile, Choreografinnen und TänzerInnen erkennen zu können. Die Geschichte des Bühnentanzes des 20. Jahrhunderts soll auf lustvolle Art und Weise einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

 

2011/2012

netzwerk tanz - open space

Das open space bietet jungen und profilierten, heimischen und auswärtigen TänzerInnen eine offene Bühne zum Ausprobieren und Präsentieren. Gezeigt werden sowohl fertige Tanzstücke als auch noch in Bearbeitung stehende. Da es kein aufwendiges Auswahlverfahren für die Beiträge gibt und Bühnen in ganz Vorarlberg bespielt werden, gestaltet sich das Programm jedes Mal überraschend und neu.

Im Anschluss gibt ein tanzversiertes Feedbackteam Rückmeldungen auf das Gezeigte. Neben einer Reflektionsmöglichkeit für TänzerInnen können so auch dem Publikum neue Sichtweisen für die manchmal schwer zu erfassende Kunstform Tanz geboten werden.

Kommentare und Rants

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